Ist LRS, also eine Lese-Rechtschreibschwäche, das Gleiche wie Legasthenie?

Eine Lese-Rechtschreibschwäche ist üblicherweise von vorübergehender Art. Sie kann ausgelöst werden durch häufigen Lehrer- oder Schulwechsel, krankheitsbedingte Abwesenheit im Schulunterricht, durch private Krisen oder Unfälle. Also alles Einwirkungen, die von außen auf ein Kind Einfluss nehmen, möglicherweise bereits in fortgeschrittenem Alter. Auch einem Kind mit Lese-Rechtschreibschwäche muss geholfen werden. Die Auswirkungen auf den Schulalltag, aber auch im privaten Umfeld sind zunächst die gleichen, wie bei einem legasthenen Kind. Jedoch kann eine LRS nach individuell unterschiedlicher Zeit völlig überwunden sein.

Legasthenie entsteht schon in der frühen Kindheit und wird als Anlage mitgebracht und kann nicht gänzlich behoben werden. Es ist eine Lese-Rechtschreibstörung bei normal- bis hochintelligenten Menschen. Durch gezieltes Training können dem Kind jedoch Techniken an die Hand gegeben werden, mit denen es lernt mit der Legasthenie zurecht zu kommen und seinen Alltag zu meistern.

Was also ist eine Legasthenie?

Legasthenie ist das Unvermögen gesprochene Sprache in Schrift umzusetzen und umgekehrt. Das Erlernen grundlegender Schreib- und Lesefertigkeiten bereitet größte Schwierigkeiten. Verstärktes Üben von flüssigem Lesen oder orthographisch korrektem Schreiben führt nicht zum Erfolg.

Legastheniker lernen und verarbeiten zu Erlernendes anders, als es üblicherweise in unserer Kultur vermittelt wird. Sie sind Bilderdenker. Symbole, was Buchstaben nun mal sind, haben für sie keine Bedeutung.

Was das heißt, erfahren Sie in meinem nächsten Blogthema!

Beate Rinsdorf