Ergänzend zu der Ausbildung zur Lern-, Legasthenie und Dyskalkulietrainerin, hat Beate Rinsdorf eine Ausbildung zur Reflexintegrations-Therapeutin absolviert.

Was bedeutet Reflexintegration?

Reflexintegration ist die Grundlage für Lernen und Entwicklung

Die neuromotorische Reifung des kindlichen Gehirns erfolgt über die Integration frühkindlicher Reflexe. Während der normalen Gehirnreifung werden verschiedene Gehirnareale miteinander verknüpft. Reflexe wirken hierbei unterstützend, um alle Stadien des genetischen Bewegungscodes zu durchlaufen. Am Ende der Entwicklung können alle Areale z. B. für Konzentration und Motorik zu 100 % genutzt werden. Im Idealfall geschieht die neuronale Reife von allein, indem sich alle Reflexe integrieren. Bleiben diese Reflexe jedoch aktiv, was verschiedene Ursachen haben kann, kann es zu Lernschwierigkeiten, Entwicklungsverzögerungen, z.B. in der Bewegung, oder Verhaltensau älligkeiten während der Schulzeit kommen, die bis ins Erwachsenenalter massiv belastend wirken. Für die Kompensation dieser „Störung im System“ wird enorm viel Energie verbraucht.

Für wen ist Reflexintegration empfehlenswert?

  • Kinder mit Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten
  • Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (75 % aller legasthenen Kinder haben einen aktiven STNR-Reflex)
  • Kinder mit Verdacht auf oder mit Diagnose ADHS
  • Kinder mit Autismus oder anderen neurodiversen Besonderheiten
  • Kindergartenkinder
  • Erwachsene, die sich angesprochen fühlen (einige Reflexe können durch spezielle Ereignisse wieder aktiv werden)

Mögliche Symptome sind:

Schul- und Lernprobleme

  • Lese- und Rechtschreibschwäche wie z. B. Buchstabendreher
  • extrem langsames Lesen
  • permanente Unruhe, „nicht stillsitzen können“
  • fehlende Impulskontrolle bzw. Selbststeuerung


Motorische Problematiken

  • Schlechte Körperkoordination
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Ungeschicklichkeit
  • unkoordinierte Fein- und Grobmotorik


Weitere Problematiken

  • Starke Empfindlichkeit auf Geräusche, Gerüche, Licht oder Berührungen
  • Probleme im räumlichen Vorstellungsvermögen
  • Probleme bei Sprachentwicklung und Logopädie, hier stockt möglicherweise der Erfolg
  • ADHS/ADS-Diagnose (u.U. unnötige Einnahme von starken Medikamenten)

Was passiert bei der angewandten Reflexintegration und was erwartet mich?

Die Reflexintegration verbindet Motorik, Nervensystem und Gehirnentwicklung – für mehr Selbstregulation, Aufmerksamkeit und emotionale Stabilität. Reflexintegration steht für ein erprobtes, spezielles Bewegungsprogramm um frühkindliche Reflexmuster, welche noch nicht ausreifen konnten, zu integrieren.

Zuerst füllen die Eltern einen Fragebogen aus, welcher digital zugesandt werden kann.
Dieser wird kostenlos ausgewertet.

In einem Elternberatungsgespräch wird das Ergebnis besprochen. Hier wird erklärt,
welcher Reflex beim Kind auffällig ist und die Reflexe werden in ihrer Bedeutungkindliche Entwicklung erklärt.

In einem zweiten Termin, mit dem betroffenen Kind, werden erste Reflexe durch spielerische Bewegungen getestet. Sollten sich noch aktive Reflexmuster bestätigen, welche sich mit den von den Eltern beobachteten Problemen decken, erhalten die Eltern ein für ihr Kind individuelles Bewegungsprogramm, welches es in 5 – 10 Minuten täglich, mindestens 3 x/Woche, im Zeitraum von etwa 4 Wochen zuhause durchgeführt werden kann. Danach kommen die Eltern mit ihrem Kind zu einem Folgetermin. Es werden weitere Reflexe getestet und die Eltern erhalten eine Anpassung der Übungen, entsprechend der noch zu bearbeitenden Reflexe. Nach durchschnittlich 6 – 12 Monaten sollten alle Reflexe integriert sein und bereits eine Verbesserung der geschilderten Problematiken spürbar sein.